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PIX Altpapier Deutschland

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Marktbericht

Jul 9, 2019

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Altpapier Deutschland – Die Situation auf dem deutschen Altpapiermarkt blieb im Juni schwierig. Nachdem sich die Preise für die Massensorten sortiertes gemischtes Altpapier (1.02) und Kaufhausaltpapier (1.04) stabilisiert hatten, begannen sie im Juni wieder zu schwächeln. Die Durchschnittspreise für 1.02 gingen von 81,96 Euro/Tonne im Mai auf 80,57 Euro/Tonne im Folgemonat zurück, während die Durchschnittspreise für 1.04 von 87,84 Euro/Tonne auf 86,20 Euro/Tonne sanken.

Insgesamt lagen die Preise für 1.02 im Juni 8,41 Euro/Tonne unter dem Niveau zu Jahresbeginn. Die Preise für 1.04 gingen im selben Zeitraum um 10,35 Euro/Tonne zurück.

„Es gibt ein ausreichendes Angebot, die Lagerbestände sind hoch und Exporte sind keine Option. Folglich haben die Käufer niedrigere Preise gefordert und es in einigen Fällen geschafft, das Niveau etwas zu senken“, erklärte ein Marktteilnehmer. „Angesichts der Gesamtsituation hätten die Preise stärker fallen können, aber ich vermute, dass die Papierfabriken kein sonderliches Interesse an großen Preisrückgängen hatten, da sie darum bemüht waren, die Preise für ihre eigenen Produkte anzuheben“, fügte ein anderer hinzu.

Die Preisnennungen für 1.11 lagen im Juni mit durchschnittlich 146,24 Euro/Tonne knapp unter dem Mai-Niveau von 147,43 Euro/Tonne. Marktteilnehmer führten die Entwicklung auf die sinkende Nachfrage in der Papierindustrie und den damit einhergehenden Rückgang des Rohstoffbedarfs zurück.

Was passiert in Indonesien: Mit dem Ende des Ramadan Anfang Juni hatten Marktteilnehmer Hoffnung auf das Land als Exportpartner gesetzt. Die Entscheidung des Landes, ab Monatsbeginn neue Importregelungen einzuführen und die Verwirrung über die neuen Inspektionsrichtlinien trübten die Hoffnung jedoch schnell.

„Im vergangenen Monat wurde den Gutachtern mitgeteilt, dass mindestens zwei Ballen pro Container geöffnet werden müssen, um den Zustand der Ware zu überprüfen und sicherzustellen, dass sie sauber, trocken und homogen ist“, sagte ein Marktinsider und fügte hinzu, dass das Öffnen der Ballen und der mehrdeutige Begriff „homogen“ die Nachfrage auf Indonesien zum Erliegen brachte. In einem Erklärungsschreiben Mitte Juni gab die indonesische Regierung bekannt, dass sie die vom US-amerikanischen Verband ISRI im vergangenen Jahr festgelegten Standards fordern wird. Diese sehen in den meisten Fällen eine Obergrenze von mehr als 0,5% für Störstoffe vor. Allerdings gilt nach wie vor, dass alle für Indonesien bestimmten Altpapierladungen bei der Verladung in den Herkunftsländern zu 100% kontrolliert werden müssen.

(Quellen: Preise, Preisentwicklung: Fastmarkets FOEX; Kommentar zur Marktentwicklung: Fastmarkets RISI.)