Über FOEX

Fastmarkets FOEX ist ein unabhängiges finnisches Unternehmen, das zertifizierte, markengeschützte Preis-Indices für Zellstoff, Papier, Altpapier und Biomasse erstellt. Jegliche kommerzielle Nutzung der PIX-Indices erfordert eine Lizenzvereinbarung mit FOEX.

Fastmarkets FOEX
Mannerheimintie 40 D 85
00100 Helsinki
hello.foex@fastmarkets.com
Tel. +358 (0)9 439 1030

Email Benachrichtigung

Bitte hinterlassen Sie Ihre Email-Adresse, um kostenlos eine monatliche Email mit den neuesten PIX Altpapier Indexwerten zu erhalten.




PIX Altpapier Deutschland

Neueste PIX Index-Werte

 

Marktbericht

Oct 13, 2020

Copyright©Fastmarkets FOEX

Altpapier Deutschland – Nachdem der Markt nach dem beispiellosen Auf und Ab der Vormonate im August eine Verschnaufpause eingelegt hatte, gerieten die Preise für sortiertes gemischtes Altpapier (1.02), Kaufhausaltpapier (1.04) und sortierte Deinkingware (1.11) im September wieder in Bewegung. Marktinsider berichteten von massiven Erhöhungen, die in der Regel auf niedrige Lagerbestãnde am Monatsanfang, die nur langsame Erholung der Sammelmengen nach dem Ende der Hauptferienzeit und die Inbetriebnahme neuer Kapazitäten für Wellpappenrohpapaiere auf Altpapierbasis zurückgeführt wurden. Den Angaben zufolge stiegen die Preise für 1.02 im September um rund 26,47 Euro/Tonne auf ca. 78,65 Euro/Tonne. Die Notierungen für 1.04 waren mit 92,53 Euro/Tonne rund 36,99 Euro/Tonne höher als im August, und die Preise für 1.11 stiegen gegenüber dem Vormonat um rund 16,92 Euro/Tonne auf 112,15 Euro/Tonne.

"Da Preiskarussell bewegt sich wieder. Nach den enormen Rückgängen im Juni und Juli sind die Preise für 1.02 und 1.05 um bis zu 30 Euro/Tonne oder sogar mehr gestiegen", sagte ein Marktteilnehmer. Den Angaben mehrerer Marktteilnehmer zufolgen waren die jüngsten Anstiege in erster Linie auf Kapazitätserweiterungen für Wellpappenrohpapiere auf Altpapierbasis zurückzuführen. Pro Group hat Ende August in Sandersdorf-Brehna ihre neue PM 3 mit einer Kapazität von 750.000 Tonnen/Jahr in Betrieb genommen. Die Anlage wird pro Jahr rund 850.000 Tonnen Altpapier verbrauchen. Anfang September startete Hamburger Containerboard die Inbetriebnahme der neuen PM 2 in Spremberg mit einer Kapazität von 500.000 Tonnen/Jahr.

"Einige Unternehmen haben beschlossen, die Altpapierpreise anzuheben, was wahrscheinlich mit den Maschinenstarts im August und September zusammenhängt. Dies hat andere Werke dazu veranlasst, ebenfalls Maßnahmen zur Sicherung ihrer Rohstoffversorgung zu ergreifen", sagte ein Marktteilnehmer. "Anfang September waren Erhöhungen von rund 30 Euro/Tonne an der Tagesordnung", bemerkte einer anderer. Ihm zufolge waren jedoch Panikkäufe der wahre Preistreiber. "Einige Käufer warten ab, und schlussendlich könnte sich das für sie auszahlen", kommentierte er.

China kauft weiter: Während die Marktteilnehmer in der zweiten Septemberhälfte steigende Sammelvolumen meldeten, erteilte das chinesische Ministerium für Ökologie und Umwelt Mitte September neue Einfuhrgenehmigungen in Höhe von insgesamt 710.850 Tonnen. Die drei größten Verpackungshersteller des Landes, Nine Dragons Paper, Lee and Man Paper Manufacturing und Shanying International Holdings, erhielten zusammen 539.000 Tonnen oder rund 76% des Gesamtvolumens. Mit der 12. Charge stiegen die gesamten Einfuhrquoten für 2020 auf 6,65 Millionen Tonnen. Die verbleibenden Quoten für das laufende Jahr werden auf rund 100.000 Tonnen geschätzt.

Die nächste Ausgabe von PIX-Altpapier Indices erscheint am 10. November 2020. (Quellen: Preise, Preisentwicklung: Fastmarkets FOEX; Kommentar zur Marktentwicklung: Fastmarkets RISI.)