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PIX Altpapier Deutschland

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Marktbericht

Feb 11, 2020

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Altpapier Deutschland – Auch der erste Monat des neuen Jahres brachte keine Erleichterung für den deutschen Altpapiermarkt. Hohe Lagerbestände auf beiden Seiten des Marktes, hohe Sammelmengen und die nach wie vor stark eingeschränkten Exportmöglichkeiten führten zu weiteren Preisrückgängen für sortiertes gemischtes Altpapier (1.02), Kaufhausaltpapier (1.04) und sortierte Deinkingware (1.11).

Marktinsidern zufolge lagen die durchschnittlichen Notierungen für 1.02 bei Euro 38,39/Tonne, mehr als 11 Euro/Tonne unter dem Wert des Vormonats. Die Preise für 1.04 und 1.11 gingen um mehr als 13 Euro/Tonne auf Euro 38,74/Tonne bzw. 94,78 Euro/Tonne zurück.

Während die Nachfrage laut Marktteilnehmern recht gut war, befand sich aufgrund der Zunahme des Altpapieraufkommens nach den Feiertagen im Dezember viel Material in der Pipeline. Dies erschwerte die Situation für die Abfallwirtschaft, die bereits seit einiger Zeit mit sehr hohen Lagerbeständen kämpft.

„Die Situation wird immer unangenehmer. Die Preise sind jetzt sehr niedrig, in einigen Fällen zu niedrig, um den gewohnten Recyclingprozess fortzusetzen", erklärte ein Marktkenner. "Darüber hinaus gibt es immer noch mehr Material als die Unternehmen verkaufen können, und das bedeutet, dass die Lagerbestände immer noch steigen", fügte er hinzu. Marktinsider in Süd- und Westdeutschland berichteten zudem von steigenden Altpapiermengen, die aus Italien auf den heimischen Markt fließen, wo die Lagerbestände in der Abfallwirtschaft besonders prekär zu sein scheinen.

Alle Augen auf China: Auch im Januar war China eines der wichtigsten Themen auf dem deutschen Altpapiermarkt. Während das chinesische Ministerium für Ökologie und Umwelt bislang drei Runden Einfuhrgenehmigungen ausgegeben hat, war der Ausbruch des Coronavirus und dessen Auswirkungen auf die Wirtschaft des Landes im Allgemeinen und die Papierindustrie im Besonderen das wichtigere Thema.

Das Ministerium vergab vergangene Woche Einfuhrgenehmigungen in Höhe von 22.750 Tonnen, womit sich der Gesamtmenge für 2020 auf bislang 3,21 Millionen Tonnen erhöhte. Allerdings kam vergangene Woche die Altpapiersammlung in China fast vollständig zum Erliegen und in vielen Papierfabriken ruhte die Produktion. Während sich einige Marktteilnehmer fragten, ob das Ministerium zusätzliche Einfuhrgenehmigungen bewilligen wird, um die heimische Papierindustrie zu unterstützen, verwarfen andere diese Idee als reine Spekulation und erklärten, im Moment könne man nur abwarten, wie sich die Situation letztendlich entwickle.

Die nächste Ausgabe von PIX-Altpapier Indices erscheint am 10. März 2020. (Quellen: Preise, Preisentwicklung: Fastmarkets FOEX; Kommentar zur Marktentwicklung: Fastmarkets RISI.)