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PIX Altpapier Deutschland

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Marktbericht

Nov 10, 2020

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Altpapier Deutschland – Nach Preiserhöhungen von bis zu 30 Euro/Tonne im September beruhigte sich der Altpapiermarkt im Oktober. Die Preise für sortiertes gemischtes Altpapier (1.02) und Kaufhausaltpapier (1.04) gingen geringfügig zurück, während die Preisnotierungen für sortierte Deinkingware (1.11) etwas höher waren als im September. Marktinsidern zufolge trugen steigende Sammelmengen dazu bei, Angebot und Nachfrage wieder ins Gleichgewicht zu bringen, und kühlten den Kaufrausch ab, der den Anstieg im September verursachte. "Es gab einige geringfügige Reduzierungen, hauptsächlich für gemischtes Altpapier und Kaufhausaltpapier, aber insgesamt war alles relativ stabil", kommentierte einer von ihnen.

"Der Oktober war sehr ruhig und die Preise für die braunen Sorten haben sich im Vergleich zum September nicht viel bewegt", sagte ein anderer. Ihm zufolge trugen kleine Preisanpassungen im Exportgeschäft in den ersten beiden Wochen des Monats sowie verbesserte Sammelmengen zur Stabilisierung des Marktes bei. "Die Lagerbestände in den Papierfabriken haben zugenommen, sind aber auf der Angebotsseite immer noch niedrig. Insgesamt ist der Markt derzeit in einem recht guten Gleichgewicht", sagte er. Einige Kontakte meldeten im Oktober geringfügige Preisrückgänge für 1.02 und 1.04, die in erster Linie dort zum Tragen kamen, wo die Preise im September um mehr als durchschnittlich 30 Euro/Tonne gestiegen waren.

Zweite Corona-Welle: Marktteilnehmer waren sich Ende Oktober einig, dass die erneute Verbreitung des Coronavirus in ganz Europa und die daraus resultierenden Einschränkungen des privaten und öffentlichen Lebens den Markt beeinflussen werden. Ende Oktober einigten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Bundesländer auf neue Maßnahmen zur Eindämmung des Virus, die voraussichtlich bis mindestens bis Ende November andauern werden. Unter anderem sind Bars, Cafés und Restaurants seit Anfang November geschlossen. Take-away- und Lebensmittellieferungen sind jedoch weiterhin möglich. Schulen und Kindergärten bleiben vorerst geöffnet. Das gleiche gilt für Supermärkte, aber die Anzahl der Käufer, die sich gleichzeitig in einem Laden aufhalten dürfen, ist begrenzt. Außerdem forderte die Regierung Unternehmen auf, nach Möglichkeit Home-Office-Lösungen anzubieten.

"Sie nennen es 'Lockdown Light' oder 'Wellenbrecher-Lockdown'. Die Beschränkungen sind nicht so streng wie im Frühjahr, aber wir erinnern uns noch gut daran, was Anfang dieses Jahres passiert ist ", kommentierte ein Marktteilnehmer. "Werden die Papierfabriken es wagen, die Lagerbestände gegen Ende des Jahres abzubauen, wie sie es normalerweise tun? Oder sind sie zu besorgt, dass das Angebot wieder knapp wird? Es ist wirklich schwer zu sagen, welche Wendung der Markt in den letzten zwei Monaten des Jahres nehmen wird ", fügte er hinzu.

Die nächste Ausgabe von PIX-Altpapier Indices erscheint am 8. Dezember 2020. (Quellen: Preise, Preisentwicklung: Fastmarkets FOEX; Kommentar zur Marktentwicklung: Fastmarkets RISI.)