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PIX Altpapier Deutschland

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Marktbericht

Mar 10, 2020

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Altpapier Deutschland – Der Februar war ein weiterer schwieriger Monat für den deutschen Altpapiermarkt. Wie in den Vormonaten führten hohe Lagerbestände auf beiden Seiten des Marktes, hohe Sammelmengen und die nach wie vor stark eingeschränkten Exportmöglichkeiten zu weiteren Preisrückgängen für sortiertes gemischtes Altpapier (1.02), Kaufhausaltpapier (1.04) und sortierte Deinkingware (1.11). Marktinsidern zufolge lagen die durchschnittlichen Notierungen für 1.02 bei 27,82 Euro/Tonne, mehr als 10 Euro/Tonne unter dem Wert des Vormonats. Die Preise für 1.04 und 1.11 gingen auf 31,75 Euro/Tonne bzw. 84,53 Euro/Tonne zurück.

Während das Altpapieraufkommen nach den hohen Sammelmengen in der Nachweihnachtszeit wieder auf das normale Niveau fiel, blieben die Lagerbestände sowohl in der Abfallwirtschaft als auch in den Papierfabriken hoch.

"Die Lagerbestände im Recyclingsektor nehmen immer noch zu, während gleichzeitig die Papierfabriken nicht mehr verbrauchen können als sie bereits tun", bemerkte ein Marktteilnehmer. "Die Preise haben ein sehr niedriges Niveau erreicht und das größte Problem besteht darin, bestehende Recyclinglösungen aufrecht zu erhalten und neue zu finden", fügte er hinzu. "Theoretisch sollten wir aufhören, gemischtes Papier zu sortieren, um das Überangebot im Deinking-Sektor zu drosseln. Außerdem sind die Preise jetzt so niedrig, dass sich das Sortieren nicht mehr wirklich auszahlt. Aber was sollen wir sonst mit dem gemischten Papier tun?" kommentierte ein anderer.

Jetzt hoffen die Marktteilnehmer, dass die bevorstehenden Preiserhöhungen in der Papierindustrie zur Stabilisierung des Altpapiermarktes beitragen werden. Mehrere Papierhersteller haben Preiserhöhungen von bis zu 60 Euro/Tonne für Wellpappenrohpapiere auf Altpapierbasis angekündigt, die ab März in Kraft treten sollen. "Mehrere Hersteller von Wellpappenrohpapieren wollen höhere Preise, und niedrigere Altpapierpreise passen da nicht ins Bild", sagte einer von ihnen.

Covid-19 stärkt Nachfrage nach gebrauchten Wellpappeverpackungen: Der Ausbruch des Covid-19 Coronavirus in Asien verschaffte dem Markt im Bereich der gebrauchten Wellpappeverpackungen im Februar eine kurze Verschnaufpause, da die Exportmengen und -preise stiegen. Laut Marktteilnehmern stiegen die Exportpreise für die Sorte in Hafenregionen um rund 10 Euro/Tonne.

Während die besseren Exportmöglichkeiten dazu beitrugen, die Preise für gebrauchte Wellpappeverpackungen etwas zu stabilisieren, beendeten die unzureichende Verfügbarkeit von Containern und massive Erhöhungen der Frachtkosten den Aufschwung allerdingsschnell. Marktinsidern zufolge waren Steigerungen der Frachtraten um 300 bis 500 Dollar pro Container keine Ausnahme.

Die nächste Ausgabe von PIX-Altpapier Indices erscheint am 14. April 2020. (Quellen: Preise, Preisentwicklung: Fastmarkets FOEX; Kommentar zur Marktentwicklung: Fastmarkets RISI.)