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PIX Altpapier Deutschland

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Marktbericht

Jan 11, 2022

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Altpapier Deutschland – Nach kontinuierlichen Preisanstiegen während des Großteils des Jahres, einem Monat mit relativ konstanten Preisen im Oktober und einer ersten Runde von Preisrückgängen im November blieben die Preise für sortiertes gemischtes Altpapier (1.02), Kaufhausaltpapier (1.04) und sortierte Deinkingware (1.11) im Dezember unter Druck und sanken weiter.

Während die Rückgänge für 1.02 und 1.04 mit durchschnittlich 2,01 Euro/Tonne bzw. 1,73 Euro/Tonne gering waren, sanken die Notierungen für 1.11 um durchschnittlich 12,88 Euro/Tonne. Insgesamt lagen die PIX-Indizes für 1.02 und 1.04 Euro im Dezember bei 181,11 Euro/Tonne und 194,83 Euro/Tonne, während der PIX-Index für 1.11 Euro 207,42 Euro/Tonne betrug. Allerdings waren die Werte noch immer deutlich höher als im Dezember 2020, als die PIX-Indizes für 1.02, 1.04 und 1.11 bei 95,43 Euro/Tonne, 110,87 Euro/Tonne und 120,53 Euro/Tonne lagen.

Laut Marktteilnehmern war die Preisentwicklung für 1.02 und 1.04 im Dezember je nach Region unterschiedlich, mit hohem Preisdruck aufgrund geringer Exporte im Norden und guter Nachfrage aus den Nachbarländern, die die Binnenpreise im Süden des Landes stützten. „Die Nachfrage aus Österreich ist in Süddeutschland recht groß. Das Land befindet sich in einem harten Lockdown, und zahlreiche Papierfabriken aus dem Alpenraum versuchen, große Altpapiermengen in Süddeutschland zu beschaffen“, berichtete ein Marktinsider.

Zu den nur geringfügigen Preisrückgängen für 1.02 und 1.04 im Dezember trug auch bei, dass viele Papierfabriken beschlossen, in den Weihnachtsferien kaum Stillstände einzulegen. „Ich glaube, so etwas habe ich noch nie gesehen. In den deutschen Werken hat es immer Produktionsstopps von mindestens einer Woche nach Heiligabend gegeben“, so ein Kontakt. „Aber anscheinend ist die Papiernachfrage in diesem Jahr so hoch, dass sie beschlossen haben, die Produktion nicht zu unterbrechen, und dafür brauchten sie natürlich ausreichend Rohstoffe“, fügte er hinzu.

Berichten zufolge waren die Altpapierbestände der Papierfabriken im Dezember hoch. Dennoch fürchteten manche zunehmende Transportprobleme in der Weihnachtszeit und versuchten, zusätzliche Mengen zu sichern, berichteten Marktinsider. „Osteuropäische Fahrer werden in den Ferien nach Hause fahren und aufgrund von Corona möglicherweise früher abreisen und später als üblich zurückkehren, je nach der Entwicklung in ihren Heimatländern und möglicher Quarantänebestimmungen bei ihrer Rückkehr“, kommentierte ein Marktteilnehmer, und mehrere seiner Branchenkollegen teilten diese Ansicht. „Ich gehe davon aus, dass der Transport mindestens bis Mitte Januar und vielleicht sogar bis Ende des Monats ein Albtraum sein wird“, bemerkte einer von ihnen.

Die nächste Ausgabe von PIX-Altpapier Indices erscheint am 8. Februar 2022. (Quellen: Preise, Preisentwicklung: Fastmarkets FOEX; Kommentar zur Marktentwicklung: Fastmarkets RISI)