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PIX Altpapier Deutschland

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Marktbericht

Sep 8, 2020

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Altpapier Deutschland – Nach den massiven Preisschwankungen infolge des Ausbruchs der Coronavirus-Pandemie und der Auswirkungen der Ausgangsbeschränkungen auf den Altpapiersektor kehrte im August etwas Ruhe auf dem Markt ein. Marktinsidern zufolge gingen die Preise für sortiertes gemischtes Altpapier (1.02) im August um 2,28 Euro/Tonne auf 52,18 Euro/Tonne zurück. Mit 55,54 Euro/Tonne lagen die Nennungen für Kaufhausaltpapier (1.04) rund 6,91 Euro/Tonne unter denen des Vormonats. Die Preise für sortierte Deinkingware (1.11) sanken im August um rund 6,56 Euro/Tonne auf 95,23 Euro/Tonne.

Marktinsidern zufolge trugen vergleichsweise geringe Sammelmengen in Verbindung mit einer eher begrenzten Nachfrage seitens der Papierfabriken und einigen Exportmöglichkeiten dazu bei, Angebot und Nachfrage in ein gewisses, wenn auch wackeliges Gleichgewicht zu bringen. Einige Gesprächspartner führten die stabilere Preissituation für die Massensorten auf Kapazitätserhöhungen für Wellpappenrohpapiere auf Altpapierbasis zurück. Progroup, zum Beispiel, nahm Ende August in Sandersdorf-Brehna die neue PM 3 mit einer Kapazität von 750.000 Tonnen/Jahr in Betrieb. Die Anlage wird voraussichtlich rund 850.000 Tonnen Altpapier pro Jahr verbrauchen. "Es ist nicht so, als hätten sie erst gestern angefangen, Altpapier zu kaufen, aber der bevorstehende Start einer so großen Maschine hat definitiv psychologische Auswirkungen auf den Markt", sagte ein Marktinsider.

Den Angaben zufolge hat die Auftrags- und Preissituation in der Papierindustrie im August eine entscheidende Rolle bei der Preisentwicklung auf dem Altpapiermarkt gespielt. "Mehr Kapazität für Wellpappenrohpapiere auf Altpapierbasis führt natürlich vorübergehend zu einer besseren Nachfrage nach Altpapier, aber letztendlich müssen die zusätzlichen Mengen zu angemessenen Preisen verkauft werden. Mehrere Papierfabriken waren bereits gezwungen, hier und da zusätzliche Ausfallzeiten in Kauf zu nehmen, und diese Situation wird sich mit der Inbetriebnahme zusätzlicher Kapazitäten nicht verbessern", bemerkte ein Marktinsider.

China vergibt neue Lizenzen: Das chinesische Ministerium für Ökologie und Umwelt hat Mitte August eine neue Einfuhrgenehmigungen für Altpapier in Höhe von 197.840 Tonnen bewilligt. Die 11. Charge 2020 wurde an 16 Unternehmen vergeben. Liansheng Paper erhielt mit 51.430 Tonnen den größten Anteil. Shanying Huanan Paper, eine Tochtergesellschaft von Shanying International Holdings, erhielt 44.070 Tonnen für ihr Werk in Zhangzhou. Shandon Century Sunshine Paper und die Tochtergesellschaft Numat Paper erhielten zusammen 37.190 Tonnen.

Die 11. Charge hat die für dieses Jahr genehmigte Gesamtquote auf 5,94 Millionen Tonnen erhöht. Eine weitere Runde neuer Lizenzen wird im Oktober erwartet. Dies wird die letzte sein, da China den Import von Altpapier ab dem nächsten Jahr verbieten will.

Die nächste Ausgabe von PIX-Altpapier Indices erscheint am 13. Oktober 2020. (Quellen: Preise, Preisentwicklung: Fastmarkets FOEX; Kommentar zur Marktentwicklung: Fastmarkets RISI.)